Dokumente finden, Inhalte zusammenfassen und nächste Arbeitsschritte anstoßen – direkt aus der gewohnten KI-Anwendung heraus: Ab Build 2026100800 steht die MCP-Schnittstelle in inoxision NG zur Verfügung. Damit lassen sich beispielsweise Claude, ChatGPT, Microsoft Copilot beziehungsweise Copilot Studio und n8n mit dem Archiv verbinden. Auch Entwicklungswerkzeuge wie VS Code und OpenCode können die Anbindung nutzen. Die genannten Anwendungen sind Beispiele: Weitere Anwendungen mit passender MCP-Unterstützung lassen sich ebenfalls anbinden.
Voraussetzung ist das Modul Event Actions NG. Eine zusätzliche MCP-Lizenz ist nicht erforderlich.
Eine Schnittstelle für unterschiedliche KI-Anwendungen
MCP steht für Model Context Protocol. Der offene Standard ermöglicht es KI-Anwendungen, auf angebundene Systeme, Informationen und Funktionen zuzugreifen. Statt für jeden Assistenten eine eigene Anbindung zu entwickeln, stellt inoxision NG eine gemeinsame Schnittstelle bereit.
Für Anwender bedeutet das: Fragen zu archivierten Unterlagen lassen sich direkt in der verbundenen KI-Anwendung stellen. Zum Beispiel:
„Welche Rechnungen von Müller GmbH sind noch offen?“
„Fass mir den Vertrag mit der Stadtwerke AG zusammen. Welche Kündigungsfrist ist vereinbart?“
„Finde die Unterlagen zum Projekt Büroausbau aus diesem Jahr.“
Der Assistent kann dazu im freigegebenen Archivbestand recherchieren, Dokumenttexte lesen und hinterlegte Angaben wie Lieferant, Rechnungsdatum oder Projektzuordnung heranziehen. Welche Möglichkeiten konkret zur Verfügung stehen, hängt auch von der eingesetzten KI-Anwendung und deren MCP-Unterstützung ab.
Mehr als suchen und zusammenfassen
Neben der Recherche unterstützt die Schnittstelle weitere Arbeitsschritte. Sie lassen sich einzeln freigeben:
- Originaldateien bereitstellen, beispielsweise für die weitere Bearbeitung.
- Neue Dokumente archivieren und mit den passenden Schlagworten versehen.
- Statusfelder ändern, etwa einen vorhandenen Bearbeitungs- oder Zahlungsstatus.
- Schlagworte korrigieren oder ergänzen, zum Beispiel eine Projektzuordnung. Dabei entsteht eine neue Dokumentversion; die vorherige bleibt erhalten.
So kann auf die Suche unmittelbar eine konkrete Aufgabe folgen: „Setze bei Rechnung 4711 den Status auf Bezahlt.“ Voraussetzung ist, dass sowohl die Anbindung als auch der zugeordnete Benutzer diese Änderung ausführen dürfen.
Der Assistent erhält nur die für seinen Zugang freigegebenen Funktionen. Jeder Aufruf wird vor der Ausführung erneut geprüft.
Über das Archiv hinaus: KI mit ERP, Shop, CRM und NG Apps verbinden
Besonders vielfältig werden die Möglichkeiten in Verbindung mit dem Workflow Designer NG. Dort lassen sich eigene Abläufe gezielt als Funktionen für KI-Anwendungen bereitstellen. Der Assistent kann damit nicht nur Dokumente finden, sondern auch vorbereitete Prozesse aufrufen und Informationen aus weiteren Systemen einbeziehen.
Die Grundlage bilden die Nodes – die einzelnen Prozessbausteine im Workflow Designer NG. Sie verbinden beispielsweise Dokumentenverarbeitung, Abfragen, Entscheidungen und Aktionen. Über entsprechend eingerichtete Anbindungen lassen sich ERP-Systeme für Auftrags- und Warenwirtschaft, Shopsysteme, CRM-Anwendungen für Kundeninformationen, inoxision NG Apps und weitere Lösungen in einen Ablauf einbeziehen.
So können Anwender Fragen und Aufgaben formulieren, die über den Archivbestand hinausgehen:
- „Wie ist der Stand zu diesem Kundenauftrag?“ Ein entsprechend eingerichteter Workflow könnte Auftragsinformationen aus dem ERP abrufen und passende Dokumente aus dem Archiv ergänzen.
- „Stelle mir die Informationen zu dieser Shopbestellung zusammen.“ Der Ablauf könnte Bestelldaten aus dem Shopsystem mit archivierten Rechnungen und Lieferscheinen verbinden.
- „Bereite die Bearbeitung dieser Kundenanfrage vor.“ Ein Workflow könnte Informationen aus dem CRM heranziehen, zugehörige Unterlagen suchen und einen Vorgang in einer inoxision NG App anlegen.
Welche Systeme angesprochen und welche Schritte ausgeführt werden, ist im jeweiligen Workflow festgelegt. Die KI-Anwendung übergibt die benötigten Angaben und erhält das vorgesehene Ergebnis zurück. Auch mehrstufige Abläufe sind möglich – etwa Daten abfragen, Dokumente zuordnen, eine Entscheidung vorbereiten und anschließend den nächsten Bearbeitungsschritt anstoßen.
Damit wird MCP zum Zugang zu individuell eingerichteten Prozessen auf der inoxision NG Plattform. Die Kombination der Nodes bestimmt, was möglich ist: von einer einfachen Auskunft bis zu Abläufen über mehrere Systeme hinweg.
Für Anwender entsteht so ein direkter Weg von der Frage zur Bearbeitung. Autorisierte inoxision Fachhandelspartner können dafür vorhandene Workflows und Systemanbindungen aufgreifen und gezielt für die Nutzung durch KI-Anwendungen erweitern.
Zugriffsrechte bleiben die Grundlage
Für direkte Archivzugriffe gelten die Rechte des zugeordneten NG-Benutzers. Die zentrale MCP-Konfiguration und die Freigabe der jeweiligen Anbindung können diesen Zugriff zusätzlich einschränken. Das gilt auch für einzelne Dokumente: Eine bekannte Dokumentnummer allein verschafft keinen Zugriff.
Workflows werden gesondert freigegeben. Standardmäßig laufen sie mit den Rechten des aufrufenden Benutzers. Wird ausdrücklich ein anderer Benutzer für die Ausführung eingerichtet, gelten dessen Rechte. Die für direkte MCP-Archivzugriffe festgelegte Archivliste begrenzt den Workflow nicht; maßgeblich sind die Rechte des ausführenden Benutzers. Deshalb wird der Zugriffsumfang bei der Bereitstellung des Workflows gesondert festgelegt.
Zugänge und erteilte Zustimmungen lassen sich zentral zurücknehmen. Abrufe und Änderungen sind über die vorgesehenen Protokollierungsfunktionen nachvollziehbar.
Zentral einrichten, gezielt einsetzen
Die Einrichtung erfolgt im NG Manager unter Event Actions → MCP. Je nach Anwendung wird die Verbindung über einen Zugangsschlüssel oder über die Anmeldung mit dem eigenen NG-Benutzerkonto hergestellt. Der Manager stellt dafür passende Einrichtungsbeispiele bereit.
Für cloudbasierte Anwendungen muss inoxision NG über eine verschlüsselte HTTPS-Verbindung erreichbar sein – beispielsweise über inoxision Relay oder einen eigenen Reverse Proxy.
Bei externen KI-Diensten können abgerufene Dokumentinhalte an den jeweiligen Anbieter übermittelt werden. Welche Daten dafür freigegeben werden und welcher Dienst eingesetzt wird, legt der verantwortliche Anwender bei der Einrichtung fest.
Mit einer konkreten Frage beginnen
Ein guter Einstieg ist die Recherche in einem klar abgegrenzten Dokumentbestand. Präzise Fragen mit Lieferant, Zeitraum oder Projekt helfen dem Assistenten, passende Unterlagen zu finden. Antworten und Zusammenfassungen lassen sich anschließend am Original prüfen.
Darauf aufbauend können gezielt weitere Funktionen und Workflows hinzukommen. Ihr autorisierter inoxision Fachhandelspartner unterstützt Sie bei der Auswahl eines passenden Anwendungsfalls und der Einrichtung.
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Produktinformationen, Stand: 8. Oktober 2026. Verfügbar ab Build 2026100800 mit Event Actions NG. Der nutzbare Funktionsumfang hängt von Version, Lizenz, Konfiguration, Berechtigungen, Systemumgebung und der angebundenen Anwendung ab.